Baum und Persönlichkeit – eine Einheit, die jahrhundertelang eine Symbiose bildeten: Ob zur Geburt eines Kindes, zur Hochzeit oder anlässlich eines anderen Ereignisses, oft wurde ein Baum gepflanzt, der als Denkmal die Zeit anhalten und lebendig halten sollte.

An diese und zahlreiche andere Tradition und Geschichten erinnerte der Vortrag anlässlich der Buchvorstellung am 24.5. im Kuppelsaal der Vorarlberger Landesbibliothek „Bäume auf die Dächer – Wälder in die Stadt!“ von Conrad Amber.

Moderiert von Hannes Schenkenbach erfuhr das zahlreich erschienene Publikum vieles über die Beweggründe Ambers, sich mit der Natur so intensiv auseinanderzusetzen. Unter den Gästen, die den Saal bis auf den letzten Platz füllten, befanden sich u.a. Dornbirns Bürgermeisterin Andrea Kaufmann, Elmar Rhomberg, Bürgermeister der Gemeinde Lauterach, Stephan Marent, Gerhard und Birgit Brenndörfer, Hausherr Thomas Feuerstein, Nicole Schedler, Klaus Feldkircher und viele andere.

Mikroklima verbessert Gesundheit
Im zweiten Teil des Abends zog Baumfreund Amber seine Zuhörer mit seinem Plädoyer für eine grüne Stadt in seinen Bann. In mehreren Abschnitten erläuterte der Autor die Vorteile, die eine verstärkte Begrünung ohne massive Eingriffe durch den Menschen und seine Regulierungswut mit sich bringt.

In den Kapiteln „Grüne Häuser“ und „Alleen“ erhielt die Zuhörerschaft einen Einblick, wie Bäume das Mikroklima einer Stadt positiv beeinflussen. Dass auch Autobahnwälder eine ganz wichtige Funktion für die Anrainer haben können, unterstrich Amber mit zahlreichen Beispielen aus der Praxis. Und dass Friedhöfe anders aussehen können als eine Steinwüste, bewiesen die Beispiele für Friedwälder aus verschiedenen Gebieten Mitteleuropas.

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Insgesamt gab Conrad Amber an diesem Abend zahlreiche Einblicke und Verbesserungsvorschläge in eine grüne Stadt und, wie kleine Maßnahmen große Wirkungen hervorrufen können.