Gelassen und lösungsorientiert – das sind die Eigenschaften, die ein Projektleiter im Holzbau mitbringen sollte. Meint Ingo Feichter. Und der muss es wissen. Warum? Weil er nach vielen Stationen als Projektleiter bei i+R im Holzbau seine Erfüllung gefunden hat.

Ingo, ein 82er Jahrgang, stammt aus Buch. 1997 begann er eine Lehre als Zimmerer, denn er habe schon immer »mit Holz schaffa wella«. Warum? Weil es ein schöner Baustoff ist, der vielseitig einsetzbar ist. Auf die Frage, warum er das Zimmererhandwerk erlernte und nicht als Tischler sein Glück versuchte, meint er: »Das hat schon auch mit den Verdienstmöglichkeiten zu tun. Als Zimmerer verdienst du mehr.« Auch deshalb sei diese Ausrichtung für Lehrlinge heutzutage interessanter.

Es ist jeden Tag aufs Neue interessant. Wenn man in die Halle geht, schmeckt alles nach Holz. Es ist ein wirklich schöner Beruf.
Ingo Feichter
Technischer Leiter i+R Holzbau

Nach den obligatorischen Schnuppertagen und einem Gespräch mit dem Lehrlingsausbildner war schnell klar, wohin der Weg führen sollte. Die drei Lehrjahre bei i+R Holzbau waren kurzweilig und schnell vorüber, mit 18 rief der Staat zum Dienst, danach zog es Ingo wieder zu i+R.

Matura und Studium
Doch sein Wissensdurst war noch lange nicht gestillt. Im Rahmen eines Kollegs holte Ingo an der HTL in Rankweil die Matura nach, bei einer Exkursion nach Graz an die TU wurde sein Interesse an einem Hochschulstudium geweckt. »Zuerst ging es nach Abschluss des Kollegs einmal ohne Plan nach Graz. Erst am letzten Tag entschloss ich mich zu inskribieren. Und was soll ich sagen? Nach fünf Jahren hatte ich meinen Dipl.-Ing.«, erzählt Ingo.

Doch das Ländle ließ ihn nicht los, und so kehrte er seiner Studienstadt den Rücken, um wieder in Vorarlberg anzuheuern. Nach fünf Monaten in einem Ingenieurbüro zog es ihn wieder zu i+R, weil »ich wieder auf der Baustelle und nicht zu weit weg vom Projekt sein wollte«, erinnert er sich.

Projektleiter mit Leib und Seele
Ingo Feichter ist begeistert von dem, was er tut.
Spannend macht die Arbeit als Projektleiter beim Holzbau, dass er in dieser Position viel näher am Geschehen ist. Er kann die Projekte selber betreuen und jeden Schritt vom Entwurf bis zur Fachwerkkonstruktion mitgestalten und verfolgen.
Gelassenheit und Lösungsorientierung stehen ganz weit oben im Anforderungsprofil des Projektleiters. Da dürfen Kleinigkeiten wie Engpässe bei Materiallieferanten, oder dass ein Kran nicht zur Baustelle fahren kann, keine wirklichen Probleme darstellen. Daneben ist ein Gefühl für das Gesamte wichtig. Die Schnittstellen müssen immer ineinandergreifen und zusammenarbeiten. Da kommt es ganz besonders aufs Teamwork an.

Die Entwicklung des Holzbaus bleibt spannend
Laut Ingo Feichter wird der Holzbau einen noch höheren Vorfertigungsgrad erreichen und sich dadurch mehr in die Halle verlagern, sodass die Bauzeit auf der Baustelle entsprechend kürzer wird. Der große Vorteil: Das Holz bleibt trocken.

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Weitere Karriereziele
Momentan passt es ihm in seiner Situation sehr gut. Die Anschaffung von zwei CNC-Anlagen ist gerade sehr spannend. Ebenso die Entwicklung an den neuen Maschinen und die neuen Arbeitsprozesse sowie das gemeinsame Lernen mit den Mitarbeitern. Das Eruieren, was die Maschine kann, Zeichnungen und die Details zu erarbeiten und zu überlegen, das ist faszinierend für Ingo Feichter. Er ist sehr gerne bei i+R tätig – »Denn es ist jeden Tag aufs Neue interessant. Wenn man in die Halle geht, schmeckt alles nach Holz. Es ist ein wirklich schöner Beruf«, lächelt er zufrieden und gelassen. •