Ja, wenn das Unternehmen i+R Fenster- und Türenbau zum Kundenevent lädt. Denn dann geht es ans Eingemachte: Kunden dürfen die Einbruchssicherheit der neuen Fensterentwicklungen prüfen.

Worum es dabei geht? Zu demonstrieren, wie widerstandsfähig und einbruchhemmend RC3-Fenster sein müssen. Im Juni des vergangenen Jahres trafen sich über 150 Kunden in Lauterach, um das Produkt auf Herz und Nieren zu prüfen. Jeder Besucher, der sich als »Einbrecher« versuchen wollte, bekam die für RC3 vorgesehenen Werkzeuge – Geißfuß, Hammer und Schraubenzieher – zur Verfügung gestellt, um das Fenster innert der vorgesehenen Zeit – 5 Minuten – auf welche Art auch immer zu öffnen. Die einen ließen ihre Kräfte spielen, die anderen setzten auf Technik. Aber es gab kein Durchkommen. Schlussendlich musste das Fenster roher Gewalt weichen: Die Mitarbeiter zerstörten es mit Hilfe eines Gabelstaplers. Aber welcher Einbrecher bedient sich schon solch schwerer Gerätschaft, um in das Wohnungsinnere zu gelangen?

i+R-Fensterproduktion
i+R-Geissfuss-auf-Glas
i+R-geissfuesse

Bundeskriminalamt Bayern und GBD
Weitere Tests – dieses Mal von Profis – wurden in Dornbirn vorgenommen. In Deutschland wurden die Fenster von i+R nach eingehender Prüfung ins Herstellerverzeichnis »geprüfte und zertifizierte einbruchhemmende Produkte« aufgenommen, in Dornbirn wurde dem »Einbrecher« nach mehreren missglückten Versuchen das Fenster übers Wochenende zu weiteren Versuchen überlassen. Aber wie geht eine solche Prüfung vor sich?

Grundsätzlich wird von der Annahme ausgegangen, dass ein Einbrecher nach 5 erfolglosen Minuten aufgibt und das Weite sucht. Deshalb muss ein Fenster der Widerstandsklasse RC3 mindestens 5 Minuten den Versuchen eines Profis widerstehen. Bei der Zertifizierung werden Fachleute mit entsprechendem Material auf das Produkt losgelassen. Sie müssen es jetzt innerhalb von 30 Minuten schaffen, in einer Nettozeit von eben 5 Minuten das Fenster zu öffnen. Der »Einbrecher« darf dabei immer wieder eine Verschnaufpause in Anspruch nehmen, gerechnet wird nur die Nettozeit.

Der Unterschied zum Ernstfall: Der Tester darf das Fenster im Vorfeld inspizieren, sich mit den Materialien und den Beschlagsverriegelungspunkten vertraut machen, bevor er ans Werk geht. Das Ergebnis der Tests spricht Bände. Der »Einbrecher« schaffte es nicht, das Fenster zu öffnen, damit war die Prüfung bestanden. Das Team von i+R stellte dem Prüfer im Anschluss das Fenster übers Wochenende zur Verfügung, dem Vernehmen nach soll der Versuch irgendwann von Erfolg gekrönt gewesen sein.